Meine Lebensqualität bei Polyneuropathie

Eine Polyneuropathie (PN) macht sich durch Schmerzen und Missempfindungen in Händen und Füßen bemerkbar, wie z. B. Kribbeln, Prickeln („Ameisenlaufen“), Brennen und vor allem Taubheitsgefühle. Viele Patienten beschreiben diese Beschwerden in den Füßen als „strumpfförmig“ bzw. in den Händen als „handschuhförmig“. Oft sind auch die feinmotorischen Fähigkeiten eingeschränkt, was dazu führt, das z. B. das Schreiben oder das Auf- und Zuknöpfen von Kleidungsstücken große Schwierigkeiten bereitet. Ursachen einer Polyneuropathie sind vielfältig. 200 verschiedene Ursachen einer Polyneuropathie sind bekannt, u.a. Diabetes mellitus und Alkoholmissbrauch. Aber auch Infektionskrankheiten oder Stoffwechselkrankheiten, Mangelernährung (z.B. Vitaminmangel), Gift- oder Medikamenteneinwirkungen und Erbkrankheiten können eine Polyneuropathie zur Folge haben.

Bei der durch Medikamenteneinwirkung ausgelösten Polyneuropathie sind es besonders häufig Krebstherapien, die eine Polyneuropathie auslösen. Diese werden dann als Chemotherapie-induzierte Polyneuropathien (CIPN) bezeichnet. Insbesondere Substanzen, die gegen Brust-, Ovarial- und Lungenkrebs, Magen-, Kopf- und Halstumoren, Prostata- und Darmkrebs eingesetzt werden, können die Funktionen der Zellmembran von Nervenzellen und Immunzellen beeinträchtigen und Nervenschädigungen verursachen. Diese Symptome sind die gleichen wie bei einer Polyneuropathie, die eine andere Ursache hat und können während und lange nach Ende der Chemotherapie auftreten und auch sehr lange andauern.

Damit der behandelnde Arzt die Therapie und den Verlauf der diagnostizierten Polyneuropathie, insbesondere der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie beurteilen kann, verwendet er in der Erfassung unter anderem standardisierte Fragebögen. Ebensolche liegen auch der Me-QoL „Polyneuropathie“ zugrunde. Hier wird die subjektive Einschätzung Ihrer Lebensqualität und Ihre Belastung erfasst, Des Weiteren werden Fragen zur Wahrnehmung ausgewählter Symptome gestellt. Bei regelmäßiger Erfassung ergibt sich so für Sie die Möglichkeit, den Verlauf der Therapie, bzw. des Schmerzes und der Lebensqualität in der Therapie zu erfassen und zu dokumentieren. Die Daten werden lediglich auf Ihrem Gerät gespeichert und nicht weitergeleitet. Allerdings können Sie die Auswertung mit Ihrem Arzt besprechen und er kann sich ein noch besseres Bild zum Behandlungsverlauf machen und ggf. die Therapie modifizieren. Die Auswertung kann als Screenshot gespeichert und versendet werden. Die kommenden Versionen der Me-QoL machen das Versenden von E-Mails möglich.

Je früher eine Polyneuropathie erkannt und behandelt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich wieder zurückbildet. Sprechen Sie darum bei einem Auftreten der genannten Anzeichen umgehend mit Ihrem Arzt und dokumentieren Sie Ihre Lebensqualität und Ihre Symptome in der Me-QoL.

Die Me-QoL befindet sich gerade in einer technischeren Überarbeitung sobald die aktuelle Version zu dieser Indikation fertiggestellt und nutzbar ist informieren wir Sie. Bitte teilen Sie uns Ihre Email-Adresse mit. Sie erhalten eine Benachrichtigung, sobald die aktuelle Version der Me-QoL – Polyneuropathie freigeschaltet wird.